• Lisa
    In der Regel bedeutet das Wort „Überraschung“ auf einer Baustelle nichts Gutes – in unserem Falle meistens einen weiteren Wasserschaden unter einem maroden Badezimmer. Die Überraschung, die wir vor einigen Tagen fanden, war anders: Während unter dem Badezimmer im vierten Stock der erwartete Wasserschaden war, öffnete sich uns über dem Bad eine geheime Schatzkammer. Auf einem von außen nicht zu erkennenden – und offenbar über die Jahrzehnte vergessenen – Hängeboden konnten wir auf ‚archäologische’ Entdeckungstour
  • Toni
    Gestern nach Hause gekommen, Bob und ich, und auf dem Handy eine Nachricht von Susanne „Esst mal von den schwarzen Himbeeren. Sind viele reif und lecker!“ Wir haben uns richtig satt gegessen so üppig hingen die dunklen, süßen Früchte in vollen Trauben am Strauch. Gepiekst hat uns der Strauch dann auch und blau waren Zungen und Hände. Die Früchtchen passen gut in die Kumi: Mit der Lust und Freude gehen auch Müh‘ und arbeitsame Spuren einher
  • Holger
    Wir wollen mit Gleichgesinnten aktiv werden. Hierfür haben wir am diesjährigen 1. Mai den Verein A.U.T.O. gegründet. Er ist quasi ein Geschwisterverein des Kumi*13 e.V., unseres Hausvereins – den wir nicht ganz zufällig zum selben Feiertag vor zwei Jahren gegründet haben. Während die Kumi*13 die basisdemokratische Selbstverwaltung der Immobilie Kurmärkische Straße 13 organisiert, wollen wir mit dem Verein A.U.T.O. künftig Projekte und Aktionen starten. Unsere Motivationen für die zweite Vereinsgründung sind sehr unterschiedlich und so
  • Susanne
    Eigentlich sprechen wir vom großen Hof und vom kleinen Hof. Der kleine ist innenliegend, mit einigen Kübelpflanzen, Obst- und Blühgehölzen bestückt. Durch die neue Baustelle fast gänzlich durch Baugerüste zugestellt und somit derzeit nicht nutzbar.  Hingegen der „große“ Hof, ehemalige Abstellfläche für die reparaturbedürftigen Autos, wurde nach Erwerb des Hauses zu einem Erholungsort, Treffpunkt und auch schon Veranstaltungsort für die Hausgruppe, Nachbarschaft und weitere interessierte Gäste, soweit es die derzeitige Situation zuließ und zulässt. Erstmals
  • Alice
    Ein Jahr ist vergangen, seit die Sanierungsarbeiten im Gebäude eingestellt wurden. Wir haben es damit verbracht, neue Pläne zu entwerfen in Abstimmung mit dem Denkmalamt und dem Milieuschutz. Seit letzter Woche wissen wir, dass wir wieder weiter umbauen können. Während wir in Sachen Bauamt grünes Licht haben, werden wir mit dem Denkmalamt bei jedem weiteren Schritt der Renovierung im Gespräch bleiben. Auf jeden Fall rückt der Tag näher, an dem wir tatsächlich einziehen. Während wir
  • Toni
    Im Erdgeschoss der Kumi*13 zieht das Nachbarschafts- und Familienzentrum ein. Vor ein paar Tagen ist unsere erste Baustelle in der Kumi fertig geworden. Die Ladenräume im Erdgeschoss sind renoviert und das Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark (NBZ) ist temporär eingezogen. Denn ihr altes Gebäude in der Kurmärkischen Straße 1-3 wird abgerissen, dann wird dort der Campus der Generationen neu gebaut und das Nachbarschaftszentrum zieht zurück. Baustellen werden wir in diesem Jahr also noch viele haben, doch diese erste Etappe des Bauens ist
  • Franz
    Es war auch für die KUMI*13 ein seltsames Jahr, dieses 2020. Zunächst ging es lustig drauf los mit den Umbauarbeiten zu Jahresbeginn, dann wurde die Baustelle Lockdown-bedingt immer menschenleerer, und die wöchentlichen Treffen unserer Gruppe verlagerten sich auf die Bildschirme. Über den Sommer und Herbst haben wir dann gefühlt alle Arten von Zusammenkünften ausprobiert, die man sich ausdenk-en kann, um der sozialen Distanzierung zu entgehen oder ihr gerecht zu werden: Ein paar Furchtlose vor Ort,
  • Holger
    Die Regionalberatung des Mietshäuser Syndikats in Berlin-Brandenburg (MHS BB) hat auf der Basis langjähriger Erfahrungen in der Beratung von Mieter:innengemeinschaften in Bedrängnissituationen aufgrund von Kaufbestrebungen kapitalstarker Investoren sieben Forderungen für eine Stärkung des kommunalen Vorkaufsrecht ausgearbeitet. Wir finden diese Forderungen unterstützens- und verbreitenswert:
  • Holger
    Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR) veröffentlichte zwei lesenwerte Broschüren, die wir hier empfehlen wollen: „Gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik“ (2019) und das „Glossar zur gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung“ (2020). In diesen Broschüren wird im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ausführlich auf das Mietshäuser Syndikat als „gemeinwohlorientierter Akteur“, die strukturellen Eigenschaften dieser Mieter:innen-Selbstverwaltung und den Ausschluss des Wiederverkaufs der Immobilien eingegangen. Pflichtlektüre für alle, die es bisher noch nicht wussten. Deshalb haben wir
  • yves
    Die Kumi*13 beteiligte sich im September bei dem Nachbarschaftsprojekt „Schöne Fläche Nord“ der Initiative „Kiez erFahren“: Die Initiative hatte 5 Parkplätze gemietet und die AnwohnerInnen zeigen dort Vorschläge, welche anderweitigen Nutzungen auf diesen 12 m2 großen Autostellfläche denkbar wären. Der Parkplatz in der Zietenstraße/Ecke Bülowstraße wurde von der Kumi*13 umgenutzt. Wir haben unsere neue Nachbarschaft zum „Klatschen“ eingeladen. Aus unserer Einladung: „Wehende Wäsche in einer Momentaufnahme. Ein Bild, das die Zeit einfriert, als der Wäschetag ein
  • yves
    Zum diesjährigen „Tag des Denkmals“ öffneten wir am 12. und 13. September den Innenhof, die Remise und Garage. Wir präsentierten die Ausstellung „Vom bürgerlichen Wohnhaus zum selbstverwalteten Hausprojekt“. Trotz corona-bedingtem Hygienekonzept haben circa 120 Menschen die Möglichkeit uns und unsere Immobilie zu besuchen wahrgenommen. Wir zeigten eine CHRONOLOGIE aller Eigentümer*innen und Bewohner*innen, mit Namen und Berufen, seit 1877 bis heute, welche die Altmieterin Susanne Kahl aus Telefon- und Adressbüchern zusammengetragen hat. Mit FENSTERBILDERZWISCHENWELTEN präsentierten wir
  • Holger
    Die Kumi*13 war Teil des Berliner stadtpolitischen Initiativen-Bündnis „Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“, dass am 20. Juni zur Demonstration „Shut down Mietenwahnsinn – sicheres Zuhause für alle!“ aufgerufen hatte. Die Demo-Route führte von Potsdamer Platz in den Schöneberger Norden. Unser Kiez also! Unsere nähere Umgebung steht gegenwärtig unter enormen Veränderungsdruck. Sozio-kulturelle Einrichtungen – wie die selbstverwalteten Jugendzentren „Drugstore“ (gegründet 1972) und die „Potse“ – stehen vor dem Aus. Kapitalstarke Investorengruppen hingegen bauen augenscheinlich an jeder

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