Der Hausverein Kumi*13 das sind aktuell 17 Erwachsene und 8 Kinder – eine Gruppe aus Alt-Mieter*innen und zukünftigen Bewohner*innen. Wir streben im Haus ein offenes, solidarisches Miteinander mehrerer Generationen an. Wir wollen der kleinfamiliären Vereinzelung entgegenwirken und durchlässige Strukturen für diverse und sich verändernde Lebensentwürfe entwickeln. Wir planen in dem gutbürgerlichen Gründerjahre-Haus kein separatistisches, privates „Schöner Wohnen“, sondern wollen einen zugänglichen Ort. Gegenseitige Fürsorge und Verantwortung sollen nicht auf den familiären Nahbereich beschränkt bleiben, sondern sich in die Gemeinschaft von Haus und Kiez erweitern.

Hausverein Kumi*13 im Frühjahr 2019

Kumi*13 e.V. + MHS = GLIK GmbH – die Konstruktion dahinter: Zu unseren Vorstellungen eines solidarischen Zusammenlebens gehört, dass wir uns gegen den Erwerb als Privateigentum entschieden haben, sondern das Haus dauerhaft als selbstverwaltetes Mietshaus erhalten wollen. Mit diesem Vorhaben wurden wir am 21. September 2019 in das Mietshäuser Syndikats (MHS) aufgenommen. Das MHS beteiligt sich an Projekten, damit sie dem Immobilienmarkt entzogen werden. Es ist ein Verbund selbstorganisierter Hausprojekte, zwischen denen es einen Solidartransfer sowohl von Wissen als auch in finanzieller Hinsicht gibt (mehr Infos auf https://www.syndikat.org). Von diesem großzügigen Umgang mit Wissen, Engagement und Kontakten profitieren wir schon jetzt, während unserer Gründungsphase. Unsere Gruppe hat sich im Hausverein, der Kumi*13 e.V., zusammengetan und die GLIK GmbH („Gemeinsam leben im Kiez“) gegründet, die Eigentümerin des Hauses ist. Neben der Kumi*13 e.V. wird das MHS die zweite Gesellschafterin in der GLIK GmbH. Damit ist abgesichert, dass keine Privatpartei zu einem späteren Zeitpunkt das Haus oder einzelne Wohnungen verkaufen kann – wir nehmen das Haus für immer vom Markt und schaffen auch für die kommenden Generationen bezahlbaren innerstädtischen Wohnraum in einem lebenswerten Umfeld.

Wer mehr über unseren Verein erfahren will, kann hier per Klick einen Einblick in unsere Satzung erhalten!

„Das ist unser Haus!“ – Räume aneignen mit dem Mietshäuser Syndikat

Im 65 minütigen Film „Das ist unser Haus!“ erläutern Akteure des Mietshäuser Syndikats das Modell der kollektiven Raumaneignung und präsentieren vielseitige Projekte in unterschiedlichen räumlichen Kontexten. Die Zuschauer werden motiviert, eigene Projekte im stabilen solidarischen Verbund des Mietshäuser Syndikats zu starten.

„Das ist unser Haus!“ Infofilm über das Mietshäuser Syndikat (Grießenauer, Kunle, Lauinger, D 2016, 65 Min., 16:9)

Gemeineigentum  – Selbstorganisation – Solidarität – Seit vielen Jahren gibt es eine  Netzwerkstruktur von mehr als 140 Hausprojekten in Stadt und Land, um die Wohnungsfrage nach anderen Werten zu organisieren: das Mietshäuser Syndikat. Finanzschwache Gruppen können sich mit der Solidarität anderer ermächtigen und so bezahlbare Räume sichern. Deshalb wächst in immer mehr Köpfen das Interesse an dieser wichtigen Initiative aus der Zivilgesellschaft.

Mit Impressionen aus den Projekten: Freie Hütte (Lübeck), LÜDIA (Hadmersleben), Handwerkerhof Ottensen (Hamburg), Jugendwohnprojekt Mittendrin (Neuruppin), Grethergelände (Freiburg), 4-Häuser-Projekt (Tübingen)

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