Der Hausverein Kumi*13 das sind aktuell 16 Erwachsene und 9 Kinder, eine Gruppe aus Alt-Mieter*innen und zukünftigen Bewohner*innen. Wir wünschen uns ein solidarisches Miteinander mehrerer Generationen in dieser Hausgemeinschaft – mit durchlässigen Wohneinheiten, die diverse Lebensentwürfe möglich machen, jenseits der Kleinfamilie und Vereinzelung. Das gutbürgerliche Gründerzeithaus soll auch ein zugänglicher Ort für den Kiez werden, ein Treffpunkt für gegenseitige Fürsorge und Verantwortung, eine Werkstatt für die Entwicklung radikaler Probleme für schon existierende Lösungen.

Die juristische Konstruktion
Wichtigste Voraussetzung: kein Erwerb von Privateigentum! Das Haus wird dauerhaft als selbstverwaltetes Mietshaus im Gemeineigentum erhalten. Die Umwandlung in Eigentumswohnungen ist in dieser Konstruktion ausgeschlossen. Mit diesem Vorhaben wurden wir am 21. September 2019 in das Mietshäuser Syndikats (MHS) aufgenommen. Das MHS unterstützt und beteiligt sich an Initiativen, die Häuser langfristig dem Immobilienmarkt entziehen wollen. Seit 1992 ist so ein stetig wachsender Verbund selbstorganisierter Hausprojekte entstanden, zwischen denen es einen Solidartransfer von Geld, Erfahrungswissen, praktischer Beratung, Coaching und finanziellen Mentoring gibt (mehr Infos auf: www.syndikat.org). Von dieser großzügigen Bereitstellung & Verteilung von Wissen und Kontakten hat die Kumi*13 viel profitiert, niemand von uns kannte sich mit Immobileinkäufen aus und dennoch konnten wir das Haus innerhalb von acht Monaten kaufen.

Kumi*13 e.V. + MHS = GLIK GmbH
Unsere Gruppe hat sich im Hausverein Kumi*13 zusammengetan und die GLIK GmbH („Gemeinsam leben im Kiez“) gegründet, welche die geschäftsführende Eigentümergesellschaft des Hauses ist. Neben dem Kumi*13 e.V. wird das MHS die zweite, paritätische Gesellschafterin in der GLIK GmbH. Damit ist gesichert, dass keine Partei zu einem späteren Zeitpunkt das Haus oder einzelne Wohnungen verkaufen kann – wir nehmen das Haus für immer vom Markt und schaffen auch für die kommenden Generationen bezahlbaren innerstädtischen Wohnraum in einem lebenswerten Umfeld.

Zur Vereinssatzung, hier klicken

„Das ist unser Haus!“
Räume aneignen mit dem Mietshäuser Syndikat

„Das ist unser Haus!“ Infofilm über das Mietshäuser Syndikat (Grießenauer, Kunle, Lauinger, D 2016, 65 Min., 16:9)

In dem 65 minütigen Film erläutern Akteur*innen des Mietshäuser Syndikats das Modell der kollektiven Raumaneignung und präsentieren vielseitige Projekte in unterschiedlichen räumlichen Kontexten. Gemeineigentum – Selbstorganisation – Solidarität – Seit vielen Jahren gibt es eine Netzwerkstruktur von mehr als 150 Hausprojekten in Stadt und Land: das Mietshäuser Syndikat. Finanzschwache Gruppen können sich mit der Solidarität anderer ermächtigen und so bezahlbare Räume sichern. Deshalb wächst in immer mehr Köpfen das Interesse an dieser wichtigen Initiative aus der Zivilgesellschaft. Startet eure eigene Projekte im stabilen solidarischen Verbund des Mietshäuser Syndikats!

Mit Impressionen aus den Projekten: Freie Hütte (Lübeck), LÜDIA (Hadmersleben), Handwerkerhof Ottensen (Hamburg), Jugendwohnprojekt Mittendrin (Neuruppin), Grethergelände (Freiburg), 4-Häuser-Projekt (Tübingen)

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