1. Tag der offenen Tür (und offenen Fragen)

7. Dezember 2019

Unser Haus ist eine Baustelle, aber trotzdem hieß es Türen auf für alle Neugierigen und ihre Fragen. Am 7. Dezember hatten wir eingeladen und es kamen Nachbar*innen, Freund*innen, Verwandte und Bekannte und auch viele Menschen, die ähnliche Projekte planen oder schon umgesetzt haben. Es wurde noch bis kurz vor knapp wild improvisiert, aber um halb 3 ging’s dann los im Treppenhaus:

Eine Blitzerzählung der noch sehr kurzen Lebensgeschichte der KUMI*13 aus 17 Mündern, eine Rede der parteiunabhängigen Bürgerdeputierten für den Bereich Stadtentwicklung des Bezirks und eine Kurz-Anleitung dazu, was es braucht für ein solches Hausprojekt, nämlich:

Dann ging es über alle fünf Etagen…

… durch weniger und noch weniger renovierte Räume…

… in die ehemalige Garage zu Glühwein und kollektivem Halluzinieren. Darüber, was man hier wohl alles veranstalten könnte. Ideen und Vorschläge gab es von Gewächshaus bis Rollerdisco…

Wer weniger laufen wollte, konnte im improvisierten Café, das zum Abend hin eine Bar wurde, näheres über die Kumi*13 erfahren…

… oder auch einfach nur gemeinsam kochen und essen.

Um 18.30 Uhr war es dann schließlich so weit. Es ist eine lustige Vorstellung, was der Bauherr dieses hochherrschaflichen Stadtpalais wohl gesagt hätte, wenn er gesehen hätte, wie sein Haus ein zweites Mal eingeweiht wird.

Diesmal vom eher weltlichen Pastor Leumund. Mit Elektro-Punk, einer psychedelischen Liturgie und Weihwassersprühnebel aus Klobürsten.

Es war schön für uns, unser Haus zum ersten Mal zu öffnen, auch wenn es zunächst nur ein Tag war, mit so vielen netten Menschen zu sprechen, aus der Nachbarschaft, aus ähnlichen Projekten… und vielleicht gelingt es uns, den ein oder anderen Wunsch umzusetzen, der am Abend in unserem Wunschtopf lag.

Ein Stadt-Land-WG-Zimmer im Austausch mit einem Mietshäuser Syndikats Projekt in Brandenburg beispielsweise, das wär doch was für 2020 und danach…

Fotos: Benjamin Krieg

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